Geschichte in Erzählung 4 Das Wandervolk (eBuch)

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In diesem Band wird das Leben unserer Vorfahren in Teutonien, Germanien oder Fryasland zur Bronzezeit erzählt. Es beginnt mit dem Sonnenwendfest, wie es begangen wurde, und flechtet dabei alle bedeutenden Bodenfunde mit ein, wie den Sonnenwagen von Trundholm und die Gürtel-Bronzescheiben der Jungfrauen. Auch die Arbeit eines Bronzegießers lernt man hier kennen, ebenso wie die Töpferkunst. Wie wir uns  Volksversammlungen und Bestattungen in Einbäumen zu der Zeit vorstellen können, ist ebenso Teil der Geschichte.

Hier wird wertvolles Wissen aus der Forschung der Zwischenkriegszeit für Groß und Klein anschaulich vermittelt. Die Heft-Reihe Geschichte in Erzählungen war in den 1920er Jahren eine Bremer Heftreihe, die zur Veranschaulichung des Geschichtsunterrichts diente. Es sind Kurzgeschichten aus der Vorzeit, der Frühzeit, des Mittelalters bis hin in die Neuzeit, die die wichtigsten Zeiten der Geschichte mitreißend erzählen. Sie wurden eigens für den Schulunterricht entwickelt und entsprachen den damals wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen. Es ist Einsteigerfreundlich geschrieben, also für Jung und Alt.

eBuch als PDF in 300 dpi farbig abgelichtet mit Texterkennung und vielen Bildern. So kann das Buch mit seinen knapp 50 Seiten durchsucht und Textstellen kopiert werden. Mit den 5 Talern wird ausschließlich mein Arbeitsaufwand für Ablichtung und Bearbeitung entlohnt.

Beschreibung

Das Sonnenwendfest.
Heute ist der Tag, wo die Sonne am frühesten aufgeht und so hoch am Himmel emporsteigt, wie im ganzen Jahr nicht wieder. Darum will das Volk heute ein großes Fest feiern, das Fest der Sonnenwende. Nahe bei dem Hauptdorf, das, von Wäldern versteckt, am breiten Flusse liegt, ist die Sonnenburg des Stammes. Aus dem ganzen Gau wollen sie dort vor Sonnenaufgang zusammenkommen, die Sonne begrüßen und das Fest beginnen.
Die Priester sind schon unterwegs, obwohl es noch so früh ist, daß längst noch nicht alle Sterne verschwunden sind. Sie gehen die Dorfstraße hinunter bis an den Fluß, dann immer am Wasser entlang durch den Tannenwald. Wie eben die ersten Hähne vom Dorf her anfangen zu rufen, haben sie den dunklen Wald hinter sich, und über die Weiden sieht ihnen die Dämmerung schon heller entgegen.
„Bleibt hier am Ufer,“ sagt der älteste der Priester zu den beiden Gefährten; „brecht jeder einen Arm voll Zweige von den Büschen und bringt sie mir an den Altar dort auf dem Hügel!“
Die beiden tun, wie der Alte gesagt hat. Der aber geht auf jenen Hügel zu, der sich einige hundert Schritt vom Walde entfernt, nicht weit vom Flußufer, aus den Weiden erhebt. Er zieht einen Wagen hinter sich her, der klein und zierlich aussieht, aber schwer zu sein scheint; denn es macht dem Alten einige Mühe, ihn fortzubewegen. Noch mehr muß er sich anstrengen, als es nun den heiligen Hügel hinangeht. Gut für ihn, daß ein Weg hinaufführt, der sich einige Male um den Hügel windet und so bis zu seiner Spitze hinansteigt.
Oben angekommen, hebt er den Wagen auf den Altarstein, wobei er sehr behutsam ist; denn dieser Wagen ist das kostbarste Heiligtum seines Volkes. Alle vier Räder und vorn das kleine Pferd sind aus Bronze, und die große Scheibe, die aufrecht auf dem Wagen steht, ist auch aus Bronze und außerdem auf beiden Seitenflächen mit Gold belegt, das hell und blank und reich gemustert ist. Wie wird es glänzen, wenn nachher die Sonne darauf scheint!

In diesem Band wird das Leben unserer Vorfahren in Teutonien, Germanien oder Fryasland zur Bronzezeit erzählt. Es beginnt mit dem Sonnenwendfest, wie es begangen wurde, und flechtet dabei alle bedeutenden Bodenfunde mit ein, wie den Sonnenwagen von Trundholm und die Gürtel-Bronzescheiben der Jungfrauen. Auch die Arbeit eines Bronzegießers lernt man hier kennen, ebenso wie die Töpferkunst. Wie wir uns  Volksversammlungen und Bestattungen in Einbäumen zu der Zeit vorstellen können, ist ebenso Teil der Geschichte.

Hier wird wertvolles Wissen aus der Forschung der Zwischenkriegszeit für Groß und Klein anschaulich vermittelt. Die Heft-Reihe Geschichte in Erzählungen war in den 1920er Jahren eine Bremer Heftreihe, die zur Veranschaulichung des Geschichtsunterrichts diente. Es sind Kurzgeschichten aus der Vorzeit, der Frühzeit, des Mittelalters bis hin in die Neuzeit, die die wichtigsten Zeiten der Geschichte mitreißend erzählen. Sie wurden eigens für den Schulunterricht entwickelt und entsprachen den damals wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen. Es ist Einsteigerfreundlich geschrieben, also für Jung und Alt.

eBuch als PDF in 300 dpi farbig abgelichtet mit Texterkennung und vielen Bildern. So kann das Buch mit seinen knapp 50 Seiten durchsucht und Textstellen kopiert werden. Die Hinweise für die Auswertung habe ich hinten angefügt. Mit den 5 Talern wird ausschließlich mein Arbeitsaufwand für Ablichtung und Bearbeitung entlohnt.

Elisabeth Köster schrieb diese Geschichte, deren Lebenszeit ich trotz Nachforschung nicht ermitteln konnte. Ich gehe daher davon aus, daß die gute Frau den Krieg nicht überlebt hat. Für Hinweise wäre ich daher dankbar!