Geschichte in Erzählung 6 Armin oder Herrmann der Cherusker (eBuch)

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Über Ort, Zeit und Verlauf der Varusschlacht gehen die Ansichten der Forscher auch heute noch weit auseinander, so daß jede lebendige Ausmalung der Ereignisse zahlreichen Hypothesen ins Gesicht schlägt. Wir bringen den Stoff in einem Gewände, das von der üblichen Darstellung wesentlich abweicht, bei genauerer Nachprüfung jedoch die größte Wahrscheinlichkeit für sich hat und sich u. a. auch auf den Altmeister der deutschen Geschichtschreibung, Leopold von Ranke, stützen kann.

Hier wird wertvolles Wissen aus der Forschung der Zwischenkriegszeit für Groß und Klein anschaulich vermittelt. Die Heft-Reihe Geschichte in Erzählungen war in den 1920er Jahren eine Bremer Heftreihe, die zur Veranschaulichung des Geschichtsunterrichts diente. Es sind Kurzgeschichten aus der Vorzeit, der Frühzeit, des Mittelalters bis hin in die Neuzeit, die die wichtigsten Zeiten der Geschichte mitreißend erzählen. Sie wurden eigens für den Schulunterricht entwickelt und entsprachen den damals wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen. Es ist Einsteigerfreundlich geschrieben, also für Jung und Alt.

eBuch als PDF in 300 dpi farbig abgelichtet mit Texterkennung und vielen Bildern. So kann das Buch mit seinen guten 30 Seiten durchsucht und Textstellen kopiert werden. Die Hinweise für die Auswertung habe ich hinten angefügt. Mit den 5 Talern wird ausschließlich mein Arbeitsaufwand für Ablichtung und Bearbeitung entlohnt.

Beschreibung

Der Einzug der Römer ins Sommerlager.
Die warmen Strahlen der Frühlingssonne schienen auf die Wohnhäuser und Scheunen des cheruskischen Hauptdorfes. Da hielten’s die Kinder nicht mehr aus in den engen Häusern. Wie lang war ihnen diesmal der Winter geworden! Kälte und Schnee wollten und wollten nicht weichen und hielten sie im Hause fest.
Um so mehr tollten sie jetzt im Freien herum. Während die Mädchen im Hofe beim Gesangs der Vögel ihre Reigen tanzten, jagten die Knaben wild hintereinander her. Heute ging’s zuerst in die Berge. Keiner wollte dem andern im Klettern nachstehen. Die Buchen in den Bergwäldern zeigten schon ihr erstes zartes Grün. Doch die Jungen liebten am meisten die knorrigen Eichen, die am Bergabhange standen. Wohl waren ihre Äste noch kahl. Doch um so weiter konnte man ins Land sehen, wenn man oben darin stand. Schon kletterten einige gewandt die Bäume empor. War das eine Lust dort oben, so nahe dem blauen Himmel!
Hell jauchzten sie auf vor Freude. Erst suchten die Jungen ihr Dorf. Es war schwer zu finden. Nur hier und da lugten aus den umstehenden Bäumen einige Häuser heraus. Dann wandten sie den Blick, und vor ihnen lag das weite Flachland, eine große, braune Heidefläche.
„Seht,“ rief nun der eine der Jungen, der am höchsten  stand, den andern zu, „was kommt dort für ein langer Zug durch die Heide?“ Wahrhaftig, sie sahen ihn alle.
„Das sind die Römer!“ rief nun ein anderer. „Sie kommen wieder aus ihrem Winterlager am Rhein, in das sie vorigen Herbst gezogen sind.“
„Die Römer — ?“ wiederholten nun alle. Das klang nicht mehr so fröhlich wie vorhin, als sie den Jauchzer ausstießen.
Wirklich, es war das Römerheer. Wie ein gewaltiger Lindwurm zog es durch die braune Heide. Wie das blitzte im Sonnenschein! Das waren die metallenen Brustpanzer, die Helme und Spieße. Langsam kroch der Wurm näher. Die Knaben kletterten schnell von den Eichen herab. Bald waren sie im Dorf und erzählten, was sie gesehen hatten. Und nun ging’s von Mund zu Munde: „Die Römer kommen, die Römer!“

Über Ort, Zeit und Verlauf der Varusschlacht gehen die Ansichten der Forscher auch heute noch weit auseinander, so daß jede lebendige Ausmalung der Ereignisse zahlreichen Hypothesen ins Gesicht schlägt. Wir bringen den Stoff in einem Gewände, das von der üblichen Darstellung wesentlich abweicht, bei genauerer Nachprüfung jedoch die größte Wahrscheinlichkeit für sich hat und sich u. a. auch auf den Altmeister der deutschen Geschichtschreibung, Leopold von Ranke, stützen kann.

Hier wird wertvolles Wissen aus der Forschung der Zwischenkriegszeit für Groß und Klein anschaulich vermittelt. Die Heft-Reihe Geschichte in Erzählungen war in den 1920er Jahren eine Bremer Heftreihe, die zur Veranschaulichung des Geschichtsunterrichts diente. Es sind Kurzgeschichten aus der Vorzeit, der Frühzeit, des Mittelalters bis hin in die Neuzeit, die die wichtigsten Zeiten der Geschichte mitreißend erzählen. Sie wurden eigens für den Schulunterricht entwickelt und entsprachen den damals wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen. Es ist Einsteigerfreundlich geschrieben, also für Jung und Alt.

eBuch als PDF in 300 dpi farbig abgelichtet mit Texterkennung und vielen Bildern. So kann das Buch mit seinen guten 30 Seiten durchsucht und Textstellen kopiert werden. Die Hinweise für die Auswertung habe ich hinten angefügt. Mit den 5 Talern wird ausschließlich mein Arbeitsaufwand für Ablichtung und Bearbeitung entlohnt.

Elisabeth Köster schrieb diese Geschichte, deren Lebenszeit ich trotz Nachforschung nicht ermitteln konnte. Ich gehe daher davon aus, daß die gute Frau den Krieg nicht überlebt hat. Für Hinweise wäre ich daher dankbar!