Beschreibung
Ich biete hier eine ehrliche Übersicht aller Überlieferungen der Nibelungensage, die der alten Forschung noch bekannt waren! Als hochauflösende JPG-Datei, für den mehrseitigen Posterdruck geeignet.
Werther Leser, hast du schon einmal etwas vom deutschen Volksbuch des Gehörnten Siegfried gehört oder dem niederländischen Reus Gilias, in der Siegfried einen hörnernen Stachelpanzer trägt? Von Hans Sachs Drama Des hürnen Siegfried Tragödie? Von der Dietrich-Chronik oder der Dietrich-Sage? Vom Liedbruchstück Siegfried und der Schwarze Zauberer? Von den Faröer Nibelungenballaden, die von Siegfrieds und Brünnhilds Tochter Asla / Aslaug erzählen? Oder daß der Nibelungenhort in der Überlieferung Die zwölf Ritter von Bern Zauberbücher enthielt, die Grimmhild zaubermächtig machten? Weil diese Geschichten den meisten Menschen unbekannt sind – selbst denen, die sich mit der Nibelungensage beschäftigen – tut eine ehrliche Übersicht Not. Ehrlich in dem Sinne, welches Buch die wahre Urgeschichte erzählt hat.
Im Laufe meiner zehnjährigen Erforschung der Nibelungensage habe ich alle Überlieferungen zusammengetragen, von denen die wenigsten der heutigen Forschung noch bekannt sind. Sie würden sie in ihrem Römerdeutsch wohl als „obskure alte Texte“ bezeichnen. Ein Grund mehr für uns, jede einzelne zu lesen, zu vergleichen und unter die Lupe zu nehmen.
Denn so stoßen wir auf ein Kulturverbrechen ungeahnten Ausmaßes: Man machte aus einer Nebengeschichte des Siegfried die Hauptgeschichte und verdrängte so den eigentlichen Helden der Geschichte: Dietrich von Bern. Bern ist der Mittelaltername des heutigen Bonn. Man mißbrauchte Siegfrieds Geschichte und bauschte ihn über alle Maßen auf, um durch sein helles Strahlen Dietrich zu überschatten. Und sie hatten Erfolg: Jeder kennt heute Siegfried den Drachentöter, doch wer kennt den Gralkönig Dietrich von Bern? Er war am Ende seines Lebsn König des Osning, König von Bonn, König von Soest und Kaiser von Trier = Romaburg! Die Nibelungensage ist seine Geschichte, darum nennt sie auch die Dietrich-Chronik (Svava) am Ende Herrn Dietrichs Buch.
1551 / 1557: Wolfgang Lazius druckt die ersten Verse des fälschlich genannnten Nibelungenliedes, das in Wahrheit Herrn Dietrichs Buch hieß
„Aber bei weitem das Wichtigste, dessen erste Veröffentlichung Lazius vergönnt war, sind die Bruchstücke aus unseren Nibelungen. Er führt sie an als geschichtliche Zeugnisse, von ihrem dichterischen Wert hat er keine Ahnung, bezeichnet vielmehr ihren Verfasser gelegentlich als „poetaster ille Gothicus“ (dieser gotische Dichter). Aber bei dem allen sind diese Anführungen des Lazius eben doch die ersten gedruckten Zeilen aus unsrem größten deutschen Epos.“ (Raumer: Geschichte der Germanischen Philologie vorzugsweise in Deutschland. 1870, S. 27f)
Der Schlüssel zum Verständnis dieses Betruges und der Beweis, daß das Nibelungenlied zensiert und verfälscht wurde, bringt uns der Schreiber Wolfgang Lazius in seinen beiden lateinischen Büchern:
Commentariorum Reipublicae Romanæ illius, in exteris provinciis, bello acquisitis, constitutæ. Libri duodecim. Basel 1551.
De gentium aliquot migrationibus, sedibus fixis, reliquiis, linguarumque initiis et immutationibus ac dialectis. Libri XII. 1557.
In beiden Büchern bringt er ein paar Verse des erst seit 1757 (!) als „Nibelungenlied“ von der Forschung so bezeichnetes Gedicht. Es sind die frühesten gedruckten Verse, die der Forschung bekannt sind, von 1551. Und diese beiden Bücher enthalten eine Strophe, die in keiner einzigen Nibelungenliedhandschrift bekannt ist – die Kaiser Heinrich-Strophe!
„Doch bald hat ihm verkürzt sein starkes Leben
die Schlacht, wie er war von Kaiser Heinrich vertrieben,
und mitsamt den Hungern (Ungarn) an ihn gelan (gelassen),
war geschlagen so oft der Heunisch Man (Mann).“
Warum wurde sie zensiert? Um zu verschleiern, daß die Zeit, in der die Nibelungensage gespielt hat, nicht in den 400er Jahren, sondern in den 1100er Jahren gespielt hat – im Hochmittelalter, wie es der Inhalt jeder Nibelungenüberlieferung auch eindeutig hergibt! Die Dietrich-Chronik sagt es ganz klar: Der letzte Bericht stammt von eben jenem Kaiser Heinrich, Friedrich Rotbarts Sohn – Barbarossa!
Wolfgang Lazius nennt dieses Gedicht an keiner Stelle „Nibelungenlied“, sondern richtigerweise
1.) auf Seite 680 bellum Theoderici Bernensis (Dietrichs von Bern Kriege),
2.) auf Seite 680, 681, 683 und 707 Theoderici historia (Dietrichs Geschichte),
3.) auf Seite 680 Theoderici Bernensis gesta (Dietrichs von Bern Taten),
4.) auf Seite 682 historia rhythmis contexta, de Theoderico Bernense (Dietrichs von Bern reimweise Geschichte)







