Die Geschichte von Siegfried und seinen Ahnen

52,00 

Vom Nibelungenlied hat wohl so ziemlich jeder schon einmal gehört. Doch kaum jemand weiß, daß das katholisierte süddeutsche Nibelungenlied eine spätere Umarbeitung der ursprünglichen altsächsischen Sage ist. Diese ursprüngliche altsächsische Sage hat sich in zwei Erzählungen erhalten: In der Wälsungensage und der Dietrichsage. Sie erzählen eine ganz andere Geschichte. Der wichtigste Unterschied ist jedoch, daß die Schauplätze ganz andere sind: Sie erzählen vom Hünenland im heutigen Westfalen, von der Knetterheide im Teutoburgerwald, wo Hermann der Cherusker die Römer und Siegfried den Lindwurm Fafner erschlug, und weiteren Orten an Rhein und Mosel.

8 vorrätig (kann nachbestellt werden)

Beschreibung

Dies ist die nordische Nibelungensage vom trojanischen Stammvater Odin bis zu seinem Urururenkel Siegfried dem Drachentöter. Siegfrieds Großvater Wälse gab dem Geschlecht seinen Namen: Wälsungen.

Im Nibelungenlied heißt es, dieses Geschlecht sei mit Siegfried ausgestorben – doch die nordische Sage erzählt uns etwas anderes: Siegfried hatte eine Tochter mit Brünnhild, Asla oder Aslaug, die die große Nibelungenschlacht in Soest nicht nur überlebte, sondern auch das Blut ihres Vaters weitertrug und ihrem späteren Gemahl Ragnar Lodbrok fünf Söhne gebar.  Die Fernsehserie Vikings erzählt diese Geschichte weiter.

Odin ist hier kein Gott, sondern ein zauberkundiger Priesterkönig aus Troja = Asgard, der mit seinen Asen = Asiamännern aus Türkland nach Sachsen kam und unsere Heimat durch die trojanische Blutlinie seiner Sippe erobern wollte. Vor allem aber ging es um eines: Beutejagd auf Schätze.

Und mitten drin der eine Ring Andwaranaut, der Schätze vermehren läßt. Odin, Loki und Hönir rauben den gesamten Schatz von Andwari = Alberich, auch den Ring, den Alberich daraufhin verflucht. Es ist derselbe Ring, den Siegfried erst Brünnhild und später Grimmhild schenkt.

Um dem Fluch selbst zu entgehen, opfert Odin seine Nachkommen als Schatzhüter und Fluchbeladene. Er ist nur dem gewogen, der den geraubten Schatz samt Ring als Erbe treulich bewahrt. Wer dem nicht gerecht wird, muß sterben – wie Siegmund und sein Sohn Siegfried. Es ist eine Geschichte von Blutrache, Mord und Fluchtoten – aber auch Schätzen, Zauberei und kühnen Kämpfen.

Hauptschauplatz der Sage ist das Hünenland, das heutige Westfalen und Teile Niedersachsens, Alt-Sachsen. Die Gnitaheide ist die Knetterheide im Teutoburger Wald nahe den Externsteinen, wo Hermann der Cherusker die Römer schlug – und Siegfried den Lindwurm Fafner…

Mit diesem 1. Band liegt die Wälsungensage im originalgetreuen Nachdruck von 1857 vor – nicht wie üblich in schwarzweiß, sondern vollständig in Farbe.

Band 2 enthält die Dietrichsage, die im Kern dieselbe Geschichte aus der Sicht von Dietrich von Bern = Bonn und seinen Gesellen erzählt – und doch ganz anders ist. Schauplatz ist auch hier das alte Sachsen und nicht Süddeutschland wie im katholisierten Nibelungenlied. Zwei Sichten auf eine Geschichte – doch kann man die eine nicht ohne die andere verstehen, weil sie einander ergänzen.

Der Sagenforscher August Raßmann (1817-1891) erkannte das und übersetzte daher beide Sagen aus dem Altisländischen ins Deutsche. Und das wortgetreu, mit den abweichenden Lesarten anderer Handschriften. Durch seine unschätzbaren Anmerkungen über die Hintergründe und Zusammenhänge können wir heute Lebenden die Sage besser verstehen lernen. Doch was sein Werk wirklich einzigartig macht, ist seine Zusammenstellung und Übersetzung aller weiteren bekannten Sagen, Lieder und Märchen zu den Heldengeschichten rund um die nordische Nibelungensage wie die Lieder-Edda und Prosa-Edda.

Die Bücher werden wertig gedruckt: Gebunden, vollständig in Farbe (des alten Buches), auf Werkdruckpapier mit Fadenbindung und Kapitalbandveredelung auf 448 Seiten.

Band 1 und 2 ergänzen sich gegenseitig, genau so wie Dietrichs und Siegfrieds Geschichte. Damit keiner der beiden Bände preislich bevorteilt wird, haben beide Bände denselben Preis.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,760 kg
Größe 21,6 × 15,6 × 4,0 cm