Die Märchen des Clemens Brentano. 2 Bände in einem Buch. 2. Auflage von 1879

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Beschreibung

Gebundes Buch, etwa 400 + 420 = 820 Seiten. Innen sauber, ohne Anmerkungen oder Markierungen. Wie auf den Fotos zu sehen, ist auf einigen Seiten der Text einer Seite auf der vorigen etwas durchgedrückt. Es läßt sich dennoch alles lesen, wer sich nicht daran stört.

Von den Brüdern Grimm und ihren gesammelten Märchen weiß mittlerweile die ganze Welt. Wer weiß aber noch, daß Clemens Brentano den beiden damals noch jungen Brüdern den Auftrag zur Sammlung gab? Und daß Brentano mit ihrer Sammlung wenig anfangen konnte, und eigene Märchen schrieb, auf eine ganz andere Weise als die Grimms? So grundlegend anders, daß sich die Grimms sogar gegen die Art der Märchenerzählung aussprechen. Was machte Brentano also anders als die Grimms?

Er schöpfte aus mündlichen überlieferten Märchen, Sagen und Liedern eine ganz große Erzählung, in der er alles miteinander verwob: Die Heyle Welt der Märchenwelt, die am Rheine spielt in märchenhafter oder elbischen Zeit mit den Sagen der Lureley, des Ratten- oder Kinderfängers von Hameln und der Hattosage. Er schuf daraus das Rheinmärchen, wie es heute verkürzt genannt wird.

Band 1:
Das Märchen von dem Rhein und dem Müller Radlauf
Das Märchen von dem Hause Staarenberg und den Ahnen des Müllers Radlauf
Das Märchen vom Murmelthier
Das Märchen vom Schneider Siebentodt auf einen Schlag
Das Märchen von dem Witzenspitzel
Das Märchen von dem Myrthenfräulein

Band 2:
Das Märchen von den Märchen oder Liebseelchen
Das Märchen von dem Schulmeister Klopfstock und seinen fünf Söhnen
Das Märchen von Gockel und Hinkel in seiner ursprünglichen Gestalt (in zweiter, stark erweiterter Fassung bekannt als Gockel, Hinkel und Gekeleia)
Das Märchen von Rosenblättchen
Das Märchen von dem Baron von Hüpfenstich
Das Märchen von Fanferlieschen Schönefüßchen
Das Märchen von dem Dilldapp oder Kinder und Thoren haben das Glück bei den Ohren
Das Märchen von Komanditchen (Bruchstück)
Das Märchen von Schnürlieschen (Bruchstpück)

Das Märchen von dem Rhein und dem Müller Radlauf war als Rahmen eines ganzen Kreises von deutschen Märchen gedacht, von denen aber bloß drei zustande kamen. Es breitet gleich ein ganz neues Reich vor uns aus. Im Gegensatz zu einem nur musikalisch unbestimmt gekennzeichneten Phantasielande, in dem bisher die Geschichten sich abspielten, fühlt man deutsche Erde unter sich. Und alles gruppiert sich um den Rhein. Zwischen Mainz und Trier, an den Ufern des Flusses, auf und in ihm selbst spielt das Märchen sich ab, nur im Hintergrund taucht groß und schicksalskundig der Schwarzwald auf. Lokalisierung auf fester Erde, Anknüpfung der Geschichte an fixierte Sagenüberlieferung scheint ja eigentlich echter Märchenhaftigkeit zu widerstreiten. Aber es ist nicht die Art geschichtlicher Sage, in der hier erzählt wird. Mainz und Trier … sind hier Märchenstädte, auch die Zeit ist ganz märchenhaft. Die Motive der Rattenfänger-, Hatto- und Loreley-Sage werden in einen großen ganz frei erfundenen Märchenzusammenhang gebracht. (frei nach Richard Benz: Märchendichtung der Romantiker, 1926)

Zusätzliche Informationen

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